2 Schüler aus MG drehen Kurzfilme in der Ukraine über Krieg und Flucht

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Die beiden Schüler Lea Szukalla und Max Bohmer der Gesamtschule Hardt nehmen an dem trinationalen Projekt „Flüchtlinge – damals und heute“ der Goethe-Institute Kiew und Warschau in Zusammenarbeit mit „Youth for Understanding“ teil. Trinational bedeutet, dass drei Länder gemeinsam dieses Projekt bilden – nämlich Deutschland, Polen und die Ukraine. Aus jedem Land wurden also nur 7 Schüler genommen, und allein zwei der 7 Deutschen kommen aus Mönchengladbach.

Lea Szukalla und Max Bohmer (Foto: D. Vollmer)

Für das erste der drei Workshoptreffen sind die beiden nach Riwne in die Ukraine geflogen, wo sie an zwei Dokumentarfilmen mitarbeiten durften. Der zweite Workshop findet jetzt gerade in Lublin (Polen) statt und der dritte WS wird im Oktober in Berlin stattfinden. Betreut und gecoacht werden die Schüler während der Workshops von Referenten und Projektleitern des Goethe-Institutes. Das Ergebnis des ersten Workshops sind zwei Filme über die Fluchterfahrungen verschiedener Menschen aus der Ukraine. Die filmischen und praktisch-technischen Skills wurden den Schülern durch das professionelle Team von Glocal Films vermittelt, was eine tolle Erfahrung für die Jugendlichen war. Lea und Max erfuhren live von Betroffenen, wie es ist einen Krieg zu erleben, was Flucht mit einem Menschen anstellt und wie man lernen kann das alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen. In ihrem Film „KRIEG ich endlich mal FRIEDEN?“ geht es um Binnenflüchtlinge in der Ukraine, also um Menschen die in einen ganz anderen Teil ihres Landes flüchten, um dem Krieg in der Heimatstadt zu entkommen und dafür zu Fremden im eigenen Heimatland werden. Den Film könnt Ihr hier sehen:

In ihrem zweiten Film hat sich das internationale Schülerteam auf historische Spuren begeben, um das Massaker von Wolhynien im zweiten Weltkrieg aufzuarbeiten. Bei diesem sind 1943 mehrere tausend Polen von ukrainischen Nationalisten ermordet worden und fast 500.000 Menschen flüchteten. Das spannende aber auch schockierende Ergebnis könnt Ihr Euch hier anschauen:

Ihr dachtet bisher, dass Krieg so unreal und so weit weg ist und Euch sowas niemals passieren wird? Das dachten viele Ukrainer sich auch und wurden dennoch leider vom Gegenteil überzeugt. Also schätzt, was Ihr habt und verschließt die Augen nicht vor der Wahrheit, sondern helft lieber da, wo Hilfe gebraucht wird! Gerne könnt Ihr noch mehr Infos auf der Homepage der Schülerzeitung oder ihrer Facebookseite nachlesen und Euch alle Bilder zum Workshop anschauen. Hier aber schon einmal eine kleine Auswahl:

Fotos: Glocal Films

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