Buchtipp: Gone Girl

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Junge verliert Mädchen
Amy und Nick sind seit 5 Jahren verheiratet. Beide waren in New York als Journalisten tätig, bevor sie ihre Jobs verloren. Jetzt leben sie in Nicks Heimat North Carthage in Missouri, eine stille Kleinstadt – für echte New Yorker unerträglich. Der Morgen ihres 5. Hochzeitstages verlief ganz normal, Nick fuhr zu seiner und Margos Bar, als er einen Anruf von seinem Nachbarn erhielt: „Nick? Deine Tür steht offen und die Katze ist draußen.“ Also wieder zurück. Nick denkt sich nichts besonderes, denn sein Nachbar ruft für gewöhnlich wegen jeder Kleinigkeit an. Doch zu Hause erwartet ihn Chaos. Sein Wohnzimmer ist verwüstet, die Ottomane umgekippt. Und was noch viel schlimmer ist:

Amy ist weg.
Nick ruft die Polizei und so beginnt die Suche nach ihr. Die Polizei scheint keine große Hilfe zu sein. Sie stellen die üblichen Fragen, machen nicht mehr als nötig. Amys Eltern, Autoren der „Amazing Amy“ Buchreihe, sorgen sich ebenfalls um ihre Tochter und beginnen mit Nick auf eigene Faust zu ermitteln. Der einzige Hinweis den sie haben, ist der 1. Teil einer Schatzsuche, die Amy jedes Jahr zum Hochzeitstag organisiert. Nick muss zahlreiche Rätsel knacken, sich an längst vergangene Momente erinnern, die für Amy anscheinend sehr wichtig waren. Für ihn war diese Schatzsuche kein Geschenk, sondern eher eine Last – schon immer. Doch jetzt bemüht er sich besonders die Hinweise zu entschlüsseln, denn die Polizei fängt an, ihn den Ehemann, zu verdächtigen.

Je weiter er bei der Schatzsuche kommt, desto mehr wird ihm klar, dass ihr Ende diesmal kein Geschenk bereithält. Es tauchen immer mehr Hinweise auf, die Nick stark belasten.

Wer könnte ihm das alles antun wollen?
Gillian Flynns Thriller „Gone Girl“ wurde 2012 veröffentlicht und  2 Jahre später mit Ben Affleck und Rosamunde Pike in den Hauptrollen verfilmt. Das Buch wurde des öfteren als „Best Book“ ausgezeichnet und landete bei der New York Times unter den zehn besten Büchern 2012. Die Geschichte ist in 3 Teile gegliedert und wird aus der Sicht von Nick und Amy erzählt,wobei Amys Sicht in Tagebucheinträgen dargestellt wird. Das Buch ist auf jeden Fall spannend, aber zäh für diejenigen, die sich nicht für dieses Genre begeistern können. Die Art, wie die Autorin ihre Charaktere vorstellt, ist jedoch sehr interessant. Sie geht dabei besonders auf die Psychologie ein und zeigt, wie eine Ehe unter vielen Einflüssen in die Brüche gehen kann. Mein einziger Kritikpunkt zu Gone Girl ist, dass das Ende kein „vollendetes“ Ende ist. Nein, damit meine ich kein offenes Ende, aber der Leser kann nur schwer mit dem Geschehenen abschließen. Zusammenfassend kann man aber mit Sicherheit sagen: Das Buch dringt tief ein und hinterlässt eine Spur des Zweifels an jedem.

Die Trilogie könnt Ihr in der Stadtbibliothek ausleihen
Hier online checken, ob gerade verfügbar!
Oder im Buchhandel kaufen:
Gillian Flynn: Gone Girl
S. Fischer Verlag, 592 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978-3-596-18878-9

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