Einkauf ohne Plastik – geht das?

In Beiträge, Berichte & Reportagen, Magazin by Jana Stratmann-GrandkeLeave a Comment

Der gute Wille, etwas für die Umwelt zu tun, ist bei vielen von uns sicherlich da. Aber das im Alltag auch umzusetzen ist manchmal gar nicht so einfach. Supermärkte sind da das beste Beispiel. Klar, Plastiktüten sind leicht zu vermeiden – einfach den eigenen Stoffbeutel oder Rucksack mitbringen. Aber bei den Sachen, die im Einkaufskorb landen, gestaltet sich die Sache schon etwas schwieriger. Denn da ist, mit Ausnahmen bei Frischetheken, Obst und Gemüse, wirklich so ziemlich ALLES in Plastik verpackt. Und selbst wenn verpackungslose Alternativen vorhanden sind, hört der Konflikt nicht auf: Nehme ich da jetzt die konventionell angebaute Gurke oder die in Plastik verpackte Bio-Gurke, um mein Umweltgewissen möglichst rein zu halten?

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Einkauf ohne Müll

Abhilfe können da Läden schaffen, die einfach auf Verpackungen verzichten. In den letzten Jahren entstanden in ganz Deutschland immer mehr solcher verpackungsfreien Geschäfte. Das Konzept ist einfach: Die Produkte werden in Großpackungen angeboten. Die Käufer füllen sich davon dann so viel in mitgebrachte Behälter ab, wie sie eben brauchen. Und obwohl sich selbst hier, z.B. durch hohen Energieaufwand für die Herstellung einzelner Behälter oder die nötige Reinigung nach jeder Benutzung, umweltbelastende Fallen verbergen können, hat diese Art des Einkaufs mehrere Vorteile: Zum einen vermindert das natürlich den Verpackungsmüll, der nach der Benutzung nicht nur die Umwelt verschmutzt, sondern auch bei Produktion und Recycling erheblichen Energieaufwand mit sich bringt. Zweitens ist es dabei möglich, wirklich nur das einzukaufen, was benötigt wird. So kann auch das Wegwerfen von schlecht gewordenen Lebensmitteln vermindert werden. Außerdem achten viele Betreiber solcher verpackungsfreien Läden darauf, dass auch bei der Lieferung so wenig Verpackungsmüll wie möglich entsteht und beziehen oftmals regionale Bioprodukte.

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Das Sortiment der verpackungsfreien Geschäfte kann allerdings variieren. Deswegen macht es Sinn, vorher einmal zu checken, ob es im Internet Informationen über vorrätige Produkte gibt. Und obwohl normalerweise auch Dosen oder Beutel angeboten werden, hilft eine ungefähre Planung bei der Wahl der selbst mitzubringenden Behälter.
Auf checked4you, dem Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW, findet Ihr noch weitere Informationen zu dem Thema. Das Projekt unverpackt, das enorm magazin oder utopia bieten ebenfalls Einblicke in das Konzept und außerdem Auflistungen und Karten verpackungsfreier Läden in ganz Deutschland.

Verpackungsfrei in Mönchengladbach


Auch in Mönchengladbach habt Ihr die Möglichkeit, nachhaltig und ohne Verpackungsmüll einzukaufen: Tante LeMi bietet Lebensmittel, Körperpflege-Produkte und sogar Reinigungsmittel an. Schaut doch bei einfach mal vorbei oder gebt Euren Eltern einen kleinen Hinweis für den nächsten Einkauf! Auf dem Tante LeMi Blog oder auf Facebook findet Ihr außerdem viele interessante Beiträge rund um die Themen Lebensmittel und Nachhaltigkeit.

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