Gaming-App Rempire: Träum weiter!

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„Du begibst Dich umgehend zum staatlichen Institut für mehrschichtige Speisen. Der Leiter des Instituts hält auch Durchwackfleisch für eine geeignete Zutat.“

Durch solch rätselhafte Träume musst du dich bei der Game-App Rempire durchklicken, wenn du dem verlorenen Vermächtnis der Traumforscherin Nathalie Stern auf die Schliche kommen möchtest. Dabei soll durch surreale Wortfetzen und immer wiederkehrende Motive das verwirrende und bildhafte Erleben eines Traumes möglichst anschaulich nachempfunden werden können. Aber soll dieses Spiel denn aussehen? Das Gameplay ist ein Mix aus Memory-, Puzzle- und Geschicklichkeitsspiel in Form einer nie enden wollenden Pinnwand, auf der man Querverbindungen zwischen verschiedenen Traumobjekten, wie z.B. Fotos, Wörter, Kochrezepte oder Karten herstellen muss.

Klingt abgefahren? Ist es auch! Noch verrückter ist die Hintergrundstory des Spiels: Dieses wurde im Auftrag des Schauspielhauses Bochum von Stefan Scheer designed, um traditionelle Kunstformen wie das Theater an die moderne Zeit anzudocken. Und das heißt vor allem: Flexibilität und Digitalisierung. So muss man nun gar nicht mehr aus dem Haus, um sich eine Inszenierung anzugucken! Rempire kann für 2,29€ in deutschen App Stores für iOS oder Android heruntergeladen werden, sodass man bequem vom dem Sofa die digitale Bühne erleben kann und immer den besten Sitzplatz hat.

Aber auch um die Traumsequenzen herzustellen, haben Scheer und sein Team außergewöhnliche Wege beschritten: Sie haben einen Algorithmus, wie er z.B. bei Textgeneratoren wie T9 verwendet wird, mit verschiedenen Texten gefüttert, der dann verschiedene wirre Zusammenstellungen ausgespuckt hat, die später in das Spiel eingebaut wurden. So kommt dann z.B. ein Rezept für den rustikalen Auflauf mit Durchwackfleisch zustande:

Der Spielanspruch ist dabei bewusst gering gehalten, um möglichst viele Menschen den Zugang dazu zu ermöglichen. Mit ca. 1 Stunde Spielzeit klingen 2,29€ natürlich erst einmal etwas happig, für einen digitalen Theaterbesuch ist es aber ein richtiger Schnapper 🙂 .

 

 

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