Goodbye, Whatsapp?

In Magazin, Tipps by Alina KoppLeave a Comment

2012 war Whatsapp noch ein kleines, unabhängiges Startup, das die große Befreiung von den lästigen 9 Cent für eine SMS werden sollte. Zu jenen Zeiten versprachen die Gründer, dass Whatsapp werbefrei bleiben wird: Gezielte Werbung ist es, das mich unglücklich macht“, sagt einer der Gründer Brian Acton. Aber dann kam der nicht gerade überraschende Plottwist: Whatsapp wurde so erfolgreich, dass es  2014 für stolze 19 Milliarden von Facebook aufgekauft wurde und von nun an zum größten Social-Media-Netzwerk der Welt gehörte. Diese gigantische Investition muss sich ab 2019 wohl endlich rentieren – mit der Schaltung von Werbung.

Was kann  man erwarten?

Wie genau die Einbindung von Anzeigen bei Whatsapp aussehen soll, weiß man noch nicht genau. Whatsapp-Vice-President Chris Daniles deutete an, dass Werbung wohl in den Statusmeldungen erscheinen werden. Dies wird wohl aber nur der erste Schritt sein. Weitere Werbemöglichkeiten wären ein Banner, das über den Nachrichten des Nutzers erscheint. Oder aber Push-Mitteilungen, die direkt in der Anzeige des Smartphones erscheinen. Zudem könnte dies der erste Schritt zu einer kostenpflichtigen Version von Whatsapp sein, die sich durch das Fehlen jener nervigen Anzeigen auszeichnet. Bei 1,5 Milliarden Nutzern Weltwelt könnte dies wohl einiges an Gewinn für Zuckerberg & Co. abwerfen.

Alternativen?

Auch wenn wir noch nicht den Teufel an die Wand malen wollen: Es gibt einige werbefreien Alternativen zu dem Messenger-Riesen auf dem Markt, die es lohnt mal auszuprobieren. Wenn Ihr besonderen Wert auf Flexiblität und Fun legt, solltet ihr euch mal Telegram anschauen. Während man bei Whatsapp immer nervige Back-Ups anlegen musste, funktioniert dieser Messenger cloudbasiert, sodass alle eure Nachrichten und Medien auf jedem neuen Gerät verfügbar sind. Außerdem gibt es eine bessere Einbindung von GIFs und Stickern, auf die ihr, wenn ihr euch einmal daran gewöhnt habt, nicht mehr verzichten wollt. Auf Anfrage gibt es bei Telegram auch Ende-zu-Ende verschlüsselte Chats, die aber etwas umständlich sind.

Sicheres Messaging geht auch

Wer mehr Wert auf Sicherheit legt, sollte sich mal Signal herunterladen. Hier gibt es zwar weniger coolen Schnickschnack, dafür aber Chats die standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt sind. Die App wird daher auch immer wieder von Datenschutzexperten bzw. eurem favourite Whistleblower Edward Snowden empfohlen. Begeistert ist außerdem Brian Acton. Da es mit Whatsapp nicht geklappt hat, investiert er 50 Millionen aus seinem Zuckerberg-Money in Signal, um den Traum vom sicheren Messaging vielleicht doch noch zu erfüllen.

Wie steht Ihr denn zu dem Thema: Würde euch Werbung in Whatsapp extrem stören oder habt Ihr damit kein Problem? Schreibt es uns in die Kommentare!

Leave a Comment

achtzehn − elf =