Lästige Bloatware loswerden

In Beiträge, Berichte & Reportagen, Magazin by Jana Stratmann-Grandke0 Comments

Auf jedem neuen Smartphone befinden sich normalerweise bereits installierte Apps des Herstellers, sogenannte Bloatware. Die Tatsache, dass sich beim Kauf bereits Apps auf dem Handy befinden, klingt natürlich einerseits ganz nett, kann andererseits aber auch ziemlich nervig sein. Denn oftmals brauchen wir die meisten dieser Anwendungen gar nicht und trotzdem lassen sie sich nicht so einfach entfernen.

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Das Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen checked4you hat sich für Euch einmal etwas näher mit dem Thema beschäftigt. Denn Bloatware verbraucht nicht nur unnötig Akkulaufzeit, sondern auch Speicherplatz. Ersteres lässt sich bei Android immerhin verhindern, indem diese Apps in den Systemeinstellungen ggf. unter Apps oder Anwendungen deaktiviert werden. Bei neueren iOS Systemen lassen sie sich zwar vom Homescreen entfernen, gelöscht sind sie dadurch allerdings nicht. Auf checked4you findet Ihr aber Informationen darüber, wie Ihr zumindest Berechtigungen für den Zugriff einzelner Apps auf Euer Smartphone einschränken könnt. Ein weiterer Grund die vorinstallierten Apps nicht zu nutzen: Häufig gibt es bessere Alternativen! Auf eine Liste solcher alternativen Anwendungen verweist die Rheinische Post in einem Artikel zum Thema. Ihr findet sie unter mobilsicher.de.

Der einzige Weg vorinstallierte Anwendungen auf dem Smartphone tatsächlich zu löschen, ist letztendlich über einen Root-Zugriff bei Android oder über Jailbreak bei iOS.

Aber ❗Vorsicht❗ Damit greift Ihr so in das Betriebssystem Eures Smartphones ein, dass Ihr alle Anwendungen ändern könnt. Also auch solche, für die die Hersteller einen derartigen Zugriff eigentlich nicht vorgesehen haben, wie die vorinstallierten Apps. Das kann dem Gerät nicht nur schaden, sondern auch einen Verfall der Garantie zur Folge haben. Denn natürlich liegt es auch im Interesse der Hersteller, dass möglichst viele Nutzer möglichst viele der ‚hauseigenen‘ Apps auf ihren Smartphones haben. Die Rheinische Post zitiert zu diesem Thema Mark Schulte, Analyst beim Marktbeobachter IDC. Laut Schulte nutze der Hersteller die über die Apps gesendeten Informationen der Nutzer zum Beispiel für gezielte Werbung. Wer sich erst einmal an gewisse Apps gewöhnt, kauft später außerdem eher wieder ein Produkt mit denselben Anwendungen.

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Im Endeffekt scheint die beste Lösung also zu sein – vorinstallierte Apps deaktivieren, ihren Zugriff auf das Smartphone so weit wie möglich einschränken und bessere Alternativen suchen.

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