Netflix Watch-Tipp: RuPaul’s Drag Race

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Die Drag Ikone RuPaul @GIF

Die Drag Ikone RuPaul. Oder auch: The Queen Herself!

Shantay You Stay!

Wer Lust auf eine Casting-Show mit etwas mehr Tiefgang als GNTM hat (no shade), dem sei RuPaul’s Drag Race zu empfehlen! In dieser Sendung der Extraklasse treten die KandidatInnen gegeneinander an und die Drag Ikone RuPaul entscheidet am Ende jeder Folge wer bleiben darf und wer gehen muss. Ganz nach dem Motto Shantay You Stay oder Sashay Away. Auch wenn GNTM19 den Hashtag #diversity als passendes Mode-Accessoire für sich entdeckt hat, wird das Motto bei RuPaul doch tatsächlich gelebt und gelehrt.

Die KandidatInnen werden nach ihrem tatsächlichen eigenen Können bewertet. Sie können selber entscheiden wie sie sich darstellen möchten. Es gibt in der Show lediglich eine Wertung ihrer Make-Up Skills, ihrer Outfits (die häufig in kürzester Zeit selbst  von den Queens designed werden) und ihrer Comedy/Entertainment Talente. Zum Finale jeder Sendung, müssen immer die zwei Queens in einem Lip-Sync Battle gegeneinander antreten, die RuPaul und ihre Jury am wenigsten überzeugen konnten. Danach entscheidet RuPaul alleine, wer bleibt und wer geht.

Eine Casting-Show mit politischem Tiefgang?

Dass Reality-TV politisches Potenzial haben kann beweist die Casting-Show immer wieder. Denn hier treten wahre Kreativköpfe gegeneinander an. Egal, welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt, es ist so wie RuPaul es besingt: „We’re all born naked, and the rest is drag“. Dieser Leitgedanke wird besonders in den Schminkszenen der Show von den KandidatInnen häufiger erwähnt,  wenn sie sich mit ihren MitstreiterInnen über eigene Erfahrungen austauschen. Durch diese intimen Einblicke in das Leben der TeilnehmerInnen, werden die Probleme und Ungerechtigkeiten dem Publikum aus erster Hand nahe gebracht. Ganz passend fasst dieser Spiegel-Artikel die angesprochenen Themen so zusammen:

[Es geht] immer wieder um Akzeptanz, aber auch um Drogenmissbrauch, den Terrorakt gegen Homosexuelle in einem Club in Orlando, Polizeigewalt, HIV/Aids, Obdachlosigkeit, Homophobie, Trans*-Frauen in Drag, Tod von Familien und Freunden, die zerspaltenen USA.

Klar, manche können jetzt sagen, dass RuPaul’s Drag Race einfach gerne auf die Tränendrüse drückt (wie das Redaktionsteam von GNTM), aber dem ist laut RuPaul nicht so. In einem New York Times-Artikel erklärt RuPaul, dass all diese Erfahrungen und Ungerechtigkeiten nunmal Teil der Drag-Community seien und deshalb auch automatisch in einer Show, die Drag Queens gegeneinander antreten lässt, immer wieder geteilt werden.

“We don’t have to do much to infuse a consciousness into the show. It is such a part of our story, and we walk with it.”

Eine Sache ist aber sicher: Je häufiger LGBTQ* Erfahrungen mit der Mainstream-Gesellschaft geteilt werden, als desto selbstverständlicher werden sie betrachtet. Dadurch, dass die ausgewählten Queens eine Plattform angeboten bekommen, durch die sie ihre Expertise zur Schau stellen können und selbst zur Sprache kommen, können auch ZuschauerInnen, die vielleicht keine Ahnung von der Drag-Community haben, in die Szene eintauchen und somit evtl. besser verstehen, wie Gender Fluidity aussehen kann.

Hier mal ein paar Beispiele für die Make-Up Skills der Queens:

https://www.instagram.com/p/BuE8a30Bg61/?utm_source=ig_web_button_share_sheet

Stars lieben die Show auch

RuPaul’s Drag Race wird weltweit gerade ultimativ gehyped. Es gab auf change.org sogar eine Petition, die dazu aufrufen wollte, dass alle Staffeln von Netflix verfügbar gemacht werden! Und seit diesem Monat sind sie es auch endlich für Deutschland.

Gucken lohnt sich, aber vorsicht – Binge-Gefahr!

Das wichtigste nochmal zusammengefasst:

Worum es geht: RuPaul’s Drag Race

Wo es gesehen werden kann: Netflix oder YouTube

Welche Staffeln es gibt: 1-10

 


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