Neues aus dem Appstore: Was ist los mit Vero?

In Beiträge, Berichte & Reportagen, Magazin by Jana Stratmann-GrandtkeLeave a Comment


Ende Februar schoss Vero plötzlich ganz nach oben in die App-Charts und das, obwohl es die App schon seit 2015 gibt. Ein neues soziales Netzwerk, das vielleicht Instagram, Facebook und Twitter Konkurrenz machen könnte, wurde gemunkelt. Zahlreiche Medien berichteten vom Hype, u.a. Spiegel Online und Focus Online. Mittlerweile scheint die erste Euphorie schon wieder etwas verflogen zu sein. Wir fassen für euch zusammen.

Was ist Vero?


Slogan der App ist „True Social“. Das soziale Netzwerk will also echtsozial sein. Das bedeutet: Keine Werbung und keine Algorithmen, die die angezeigten Beiträge filtern. Außerdem können nicht nur Bilder oder Videos, sondern auch Musik, Links, Buchtitel oder Orte geteilt werden. Die Kontakte können in verschiedene Gruppen unterteilt werden – enge Freunde, Freunde, Bekannte oder Follower. Je nach Art des geposteten Inhalts können die User dann entscheiden, ob er mit einer, mit allen oder nur mit bestimmten Gruppen geteilt werden soll. „Just like we do in real life“ heißt es auf der Homepage. Besonders die Sache mit den nicht vorhandenen Algorithmen ließ dabei viele Social-Media-Herzen höher schlagen. Denn die sorgen bei Facebook und Instagram dafür, dass die Inhalte nicht mehr chronologisch angezeigt werden, sehr zum Unmut vieler User.

Kritik

Hört sich soweit also erstmal alles ganz gut an. Und doch machten sich schon kurz nach dem ersten Hype kritische Stimmen breit, der Hashtag #deletevero trendete sogar. Das liegt zum einen daran, dass die Server der App mit dem großen Andrang heillos überfordert waren. Außerdem machten Infos über einen der Vero-Gründer, Ayman Hariri, libanesischer Milliardär mit fraglicher beruflicher Laufbahn, bald die Runde.
Und auch das Thema Datenschutz bei der ‚echt sozialen‘ App wirft einige Fragen auf. Für die Anmeldung ist die Angabe der Handynummer nötig sowie, laut WDR, die Abtretung der Rechte an Metadaten. Vero weiß also immer welcher Nutzer sich was wie lange anschaut.


Eine andere Sache, die mindestens etwas verwundert, ist die Plötzlichkeit, mit der der Hype um die App auftrat, obwohl sie schon so lange erhältlich ist. Ob es daran liegt, dass bekannte und reichweitenstarke Influencer und Stars bezahlt wurden, um für Vero zu werben oder einfach an dem Angebot, dass die erste Million Nutzer die App dauerhaft kostenlos nutzen können? Denn langfristig sollen die User für die App zahlen und so gewährleisten, dass die App frei von Werbung bleibt. So zumindest der ursprüngliche Plan. Nach den zahlreichen Beschwerden über Fehler beim Laden, wurde auf der Homepage allerdings bekanntgegeben, dass Vero als Entschädigung für die Probleme bis auf Weiteres auch für weitere User umsonst bleibt.

Ob sich die App damit aber wirklich gegen die Großen in der Welt der sozialen Netzwerke behaupten kann, bleibt also wohl erstmal abzuwarten…

Habt Ihr Vero ausprobiert? Schreibt uns gerne, was Ihr denkt!

Leave a Comment

neun − 6 =