#nofear: „Wir haben keine Angst. Wir wollen alles.“

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Klar, man lebt ja nicht mehr in den 60ern. Heutzutage ist man lockerer, es gibt nackte Körper in der Zalando Werbung, Sex-Podcasts auf Spotify und Katja Krasavices „Doggy“ chartet auf Platz 7.  Das Thema Sexualität ist einfach immer und überall präsent.

Und doch gibt es so einige Dinge, die lieber unter den Tisch fallen gelassen werden. Und zwar weil sie trotz der ganzen Offenheit anscheinend ganz schön unangenehm geblieben sind. Es geht um die Erwartungshaltung, den Druck, die Angst vor dem eigenen Körper und das Gefühl nicht normal zu sein.

Keine Angst zu haben und genau diese schwierigen Themen anzugehen, das haben sich 40 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet im Rahmen der Ruhrtriennale zur Aufgabe gemacht. Die Künstlergruppe Mit Ohne Alles der Jungen Triennale stellt Fragen, die nicht gestellt werden sollen und zwar an alle, die was zu dem Thema zu sagen haben. Und das ist nun mal so ziemlich jeder. Da wird mit dem lokalen Fußballklub über Homophobie gequatscht, ältere Menschen zu ihrer ersten Liebe befragt und dies mit den Erfahrungen abgeglichen, die Jugendliche aus verschiedenen Kulturkreisen heutzutage machen. Und so wird das Einzige getan, was getan werden kann, um all die Ängste, die Sorgen und das Befremden abzubauen: Neugierig sein und Reden.

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#liebe #teentalitarismus #mammaliandivingreflex

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Daran haben wir uns ein Vorbild genommen und uns mit Caroline Wolter unterhalten, die das Projekt anleitet. Sie erzählt uns mehr dazu, wie die Gruppe eigentlich zustande kam, wieso sie sich das Thema Sexualität ausgesucht haben und mit welcher Herangehensweise sie diesem auf den Grund gehen wollen:

Wenn ihr das Projekt auch so spannend findet, hört doch mal in den Podcast rein oder besucht die Performance, die aus all den gesammelten Erfahrungen gespeist im Rahmen der Ruhrtriennale stattfinden wird!

#nofear ist eine Produktion der Ruhrtriennale mit freundlicher Unterstützung von PACT Zollverein und dem Arbeitskreis Kunst und Soziales und wird im Jahr 2018 gefördert durch die Stiftung Mercator.

Was: #nofear: Künstlerische Begegnung im Stadtraum und Performative Dokumentation
Wo: PACT Zollverein, Essen
Wann: 30. August bis 1. September, 20 Uhr
Eintritt: 8-13 EUR

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