Schöne Menschen haben es einfacher im Leben! Oder?

In Berichte & Reportagen, Magazin by Pik0 Comments

Es ist allgemein bekannt, dass es Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe oder der sexuellen Orientierung gibt. Das heißt, Menschen werden aufgrund einer Eigenschaft benachteiligt oder bevorzugt behandelt.

Es zeigt sich aber auch, dass Menschen aufgrund von Schönheit ungerecht behandelt werden und das schon von Geburt an. Eltern und Erzieher*innen schenken schöneren Babys und Kindergartenkindern mehr Aufmerksamkeit. In der Schule bekommen schönere Schüler*innen bessere Noten bei der gleichen Leistung. Und auch im Berufsleben werden attraktivere Menschen bevorzugt behandelt. So könnte der Eindruck entstehen, schöne Menschen haben es leichter.

Inwieweit werden schönere Menschen bevorzugt behandelt?

Unsere Meinung, inwieweit wir jemanden schön finden, bildet sich dabei im Bruchteil einer Sekunde. Diese Vorurteile spuckt unser Unterbewusstsein dabei heraus:

  • Schönere Menschen werden aufmerksamer betrachtet und bleiben einem eher in Erinnerung.
  • Sie werden eher für fleißig, intelligent, zuverlässig, freundlich und aktiv gehalten.
  • Sie werden eher respektiert und ihnen wird eher vertraut.

Das alles entsteht in unserem Kopf nur aufgrund der äußeren Erscheinung, ohne den Charakter und die Leistung der Person zu kennen. Das hängt auch damit zusammen, was uns von klein auf beigebracht wird. Schönheit wird mit Gutem verbunden – die schöne, gutmütige Prinzessin. Im Gegensatz dazu die hässliche, böse Hexe. Diese Denkmuster werden selten hinterfragt.  Soziale Medien, Werbung, Zeitschriften und Fernsehen tragen auch dazu bei, unser Musterdenken von Schönheit zu verstärken. Von der anderen Seite betrachtet kann es natürlich auch dazu kommen, dass schöne Menschen tatsächlich nur darauf reduziert werden und deren Persönlichkeit vernachlässigt betrachtet wird.

Was kann man dagegen machen?
  • Darüber sprechen, dass es auch diese Art von Diskriminierung gibt und somit darauf aufmerksam machen.
  • Ein weiterer Schritt wäre beispielsweise die Notenvergabe und Bewerbung zu anonymisieren.

Mehr dazu im Interview mit dem Attraktivitätsforscher Ulrich Rosar, im Fluter-Artikel „Ugly Truth

 

Welche verrückten Schönheitsideale es im Wandel der Zeit gibt und warum Schönheit relativ ist, seht ihr hier:

 

 


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