Serie Jahrestage: World Emoji Day

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Wir alle kennen sie und fast alle lieben sie: Emojis. Die kleinen bunten Bildchen, mit denen wir unsere Textnachrichten zupflastern… und einigen vielleicht auch tierisch auf die Nerven gehen.  Aber woher kommt dieser Hype überhaupt? Wie kamen die Emojis eigentlich an die Macht?

Wer hat’s erfunden?
Angefangen hat alles 1982 in den USA. Die Wissenschaftler einer Universität schrieben sich untereinander Textnachrichten. Ja genau, die gab es damals schon, allerdings in etwas anderer Form als heute ;). Dabei unterhielten sie sich über den chemischen Stoff Quecksilber und darüber was passiert, wenn man diesen Stoff in einen abstürzenden Aufzug geben würde. Zugegeben … ein etwas merkwürdiges Gesprächsthema. Jedenfalls schrieb eine/r der WissenschaftlerInnen daraufhin, dass der Aufzug wegen eines Quecksilber-Unfalls gesperrt sei. Das sollte ein Witz sein, allerdings hat niemand der anderen WissenschaftlerInnen diesen Witz verstanden. Sie überlegten sich also eine Methode, wie man Witze oder Ironie in Textnachrichten kennzeichnen könnte. So wurde das erste Emoticon geboren, was lediglich aus einem Doppelpunkt, einem Bindestrich und einer geschlossenen Klammer bestand. Ein japanischer Smartphone-Hersteller entwickelte die Emoticons dann zu den heutigen Emojis weiter. „Emoji“ bedeutet übrigens nichts weiter als „Bilderbuchstaben“ und bezeichnet die uns bekannten gelben Gesichter, Häuser oder Tiere. Somit sind Emojis übrigens auch nicht dasselbe wie Emoticons.

Benötigen wir überhaupt noch Text?
Mittlerweile gibt es für gefühlt jede Situation, jedes Gefühl und jedes Objekt ein passendes Emoji. Da könnte man ja fast den Text weglassen und nur noch mit Emojis schreiben, oder? Naja, nicht ganz. Mit Hilfe von Emojis können wir zwar schon eine ganze Menge ausdrücken, es fehlen allerdings noch wichtige Aspekte. Die in der Schule allseits verhasste Grammatik, ist gar nicht so unwichtig, wie sie uns zunächst erscheint. So Dinge wie Kasus, Zeitformen oder Singular und Plural lassen sich mit Emojis eben nicht darstellen. Man kann Emojis aber zur zusätzlichen Unterstützung in einen Satz einbauen. Das ist dann für die meisten verständlich. Dazu kommt noch, dass für die riesige Menge an Emojis schon fast eine Gebrauchsanleitung benötigt wird. Mal ehrlich, bei einigen Bildchen weiß man nicht sofort, was sie eigentlich darstellen sollen. Manche Leute umgehen dieses Problem und nutzen einfach überhaupt keine Emojis in ihren Textnachrichten. Das ist für uns oft schon ungewohnt.

Haben Emojis eine Relevanz für die Gesellschaft?
Obwohl sie so harmlos aussehen sind Emojis häufig Thema in den Medien, denn sie bringen auch ethische und politische Fragen mit sich. So hat es eine 16-jährige Schülerin aus Österreich geschafft, die führenden Smartphone Hersteller davon zu überzeugen, ein Kopftuch-Emoji einzuführen um so für mehr Gleichberechtigung zu sorgen. Google hat bei seinen Emojis auch noch die Eier aus dem Salat-Emoji entfernt, um VeganerInnen zu berücksichtigen. Es gibt aber auch ziemlich belanglose Diskussionen, wie zum Beispiel die Hamburger-Debatte von Google und Apple. Die UserInnen diskutierten darüber, ob die Käsescheibe beim Hamburger-Emoji AUF die Bulette (so wie es bei den Apple Emojis der Fall ist) oder UNTER die Bulette (so macht es Google) gehört.

Emojis kann man übrigens nicht nur in Textnachrichten verwenden, sondern auch in  Werbespots oder auf Werbeplakaten. Egal ob für Fast Food, Autos oder Versicherungen, Emojis passen einfach immer. Schließlich sind sie mittlerweile auch auf Schulheften, Bettwäsche, Handyhüllen, Schlüsselanhängern und sämtlichem anderen Kram zu finden. Sogar Kekse gibt es in Emoji-Form.

Heute ist Emoji Tag
Der Emoji-Day findet übrigens am 17.Juli statt, weil das Kalender-Emoji auch den 17. Juli anzeigt. Und: es gibt sogar eine Hymne zum heutigen Ehrentag. Aber Vorsicht, hier besteht Ohrwurmgefahr!

Vielleicht sind die kleinen bunten Bildchen aber auch nur ein Trend und in ein paar Jahren völlig von der Bildfläche verschwunden? Wer wie?! Iirgendwie wäre das aber auch schade, denn Emojis machen unsere Welt ein bisschen bunter und fröhlicher. Und das kann ja sowieso nie schaden 😉

In diesem Sinne: einen fröhlichen Emoji-Tag! 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

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