Tincon – das Festival für digitale Jugendkultur

In Beiträge, Berichte & Reportagen, Magazin by Kaddi

Letztes Jahr war ich zusammen mit meinem Kumpel Abenet im Auftrag von der Gladbacher Agentur Elements of Art und mg-act.de auf der Tincon in Berlin. (Hier kannst du alles nochmal nachlesen). Seit dem hat sich einiges getan, was die Teenageinternetwork Convention und mich betrifft. Am Anfang des Jahres bin ich dem (seit diesem Jahr existierenden) U21-Team beigetreten, habe Interviews mit U21-Speakern geführt und habe viele neue Freunde in Berlin gefunden. Von Freitag, 23. bis Sonntag, 25. Juni fand die Veranstaltung im Kraftwerk Berlin statt. Team-Mitglieder durften selbstverständlich einen Tag eher kommen, um beim Aufbau zu helfen. Es folgt ein kleines Tagebuch.

Mittwoch – Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Das Wetter am Mittwoch: 33 Grad und Sonnenschein in Neuss. Es hätte nicht besser sein können. Mittwoch Abend: Was sagt die Wetter-App für Donnerstag? 34 Grad in Neuss und 30 in Berlin. Außerdem wird es leicht bewölkt sein in der Hauptstadt. Also packte ich kurze Hosen und T-Shirts ein. Zusätzlich noch eine Strickjacke, falls ich noch Abends unterwegs bin und es etwas kühler wird.

Donnerstag – Tag der Abreise + Aufbau im Kraftwerk

Gegen 9:52 Uhr nehme ich den direkten ICE von Düsseldorf HBF nach Berlin Ostbahnhof. Der Zug war Pünktlich. Ich hatte einen Sitzplatz und eine nette Sitznachbarin, die in Duisburg dazu stieg. Zwischen Hannover und Wolfsburg zogen die ersten Wolken auf. Noch ist daran nichts schlimm. Nur je weiter wir nach Berlin reinfuhren, desto dunkler wurden sie. Bis es schließlich in Berlin-Spandau anfing zu regnen. Als wir dann schließlich eine Viertelstunde später am Berliner Ostbahnhof ankamen, stand ich im Gewitter in kurzer Hose und T-Shirt.

Mit dem Koffer machte ich mich dann auf in Richtung Kraftwerk. Gegen 16 Uhr traf ich dort ein und half beim Aufbau bis 22 Uhr. Ab dann begann es wie aus Eimern zu schütten und die Blitze hörten gar nicht mehr auf, den Himmel zu erleuchten.

Freitag – Marie Meimberg & Fynn Kliemann

Was macht man eigentlich beim U21-Team? Die Arbeitsbereiche des Teams bestehen aus Programm, Design, Redaktion & Social-Media und Organisation. Wir sind alle unter 21 Jahren und haben zusammen die U21-Bühne seit Anfang des Jahres geplant. Dort sind auch nur Speaker unter 21 Jahren aufgetreten. Zusammen mit Jean und Marlon waren wir das Redaktions & Social-Media Team und haben über die drei Tage hinweg den Snapchat Account verwaltet und Boomerangs mit den Speakern gedreht. Hört sich eigentlich ganz easy an, war aber teilweise sehr stressig und wir konnten selten einen Talk ganz sehen.

Das Beste am Freitag war, dass ich mit Marie Meimberg 5-10 Minuten reden konnte. Sie hat mir sogar etwas in mein Poesiealbum gemalt. Normalerweise ist sowas halt leider nicht möglich, weil auf anderen Veranstaltungen die „Stars“ schnell wieder zu Terminen müssen. Es ist dann alles sehr hektisch. 

Samstag – Space Frogs + Speaker und Team Dinner

Am Samstag gab es den ganzen Tag lang nur Highlights. Da ich nur eine Schicht hatte, konnte ich ein paar Talks komplett sehen. Um 12 Uhr begann Ralph Caspers (Wissen macht Ah!) mit seinem Talk, gefolgt von Martin Sonneborn (Titanic und Die Partei), De Changeman (YouTube) und zu guter Letzt die Space Frogs (YouTube). Alle waren super sympathische Menschen, denen man so unfassbar gerne stundenlang zugehört hätte. Nach der Veranstaltung gab es noch ein kleines Speaker+Team-Dinner. Wir saßen draußen im Garten und es gab Getränke und Essen. In der kleinen Runde lernte ich noch ein paar der U21-Speaker kennen, die alle total nett und sympathisch waren.

Sonntag – Coldmirror + Lilith

Der beste Talk am Sonntag war von der 11-Jährigen Lilith auf der U21-Bühne. Ihr Talk hieß „Kein Bock auf Beauty-Tipps und Klamotten-Hauls!“. Anstatt euch den Inhalt zusammen zufassen, verlinke ich euch das 20 Minütige Video hier.  Auf der Hauptbühne waren am letzten Tag unter anderem noch Coldmirror (YouTuberin), Daniel Domscheit-Berg (Mitgründer von Wikileaks) und RobBubble (YouTuber) zu sehen. Die spannendsten Talks waren diese nicht, jedoch waren sie interessant. Ich konnte viele Nice-to-know-Facts mitnehmen.

Montag – Tag der Heimreise

Am Montag bin ich bereits um ca. 9 Uhr mit dem ICE nach Düsseldorf gefahren. Auf den 5 Stunden Heimfahrt dachte ich noch einmal über das Wochenende nach und stellte fest, dass es wunderschön war. Nicht, weil ich irgendwelche berühmten Personen getroffen, sondern weil ich neue Freunde gefunden habe. Sie sind mir über die paar Monate sehr ans Herz gewachsen. Obwohl ich mit 20 Jahren die Älteste im Team war, fühlte ich mich nicht wie eine Mami, die auf ihre Kinder aufpasst. Alter hat nämlich nie eine Rolle gespielt.

Nächstes Jahr werde ich definitiv wieder nach Berlin zur Tincon fahren und ich hoffe, dass ich ein paar Leuten aus Mönchengladbach dort begegnen werde.


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