Und wieder ruft der Klimaschutz … oder immer noch?

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Während wir es uns in der mal mehr, mal weniger kalten Weihnachtszeit gerne drinnen gemütlich machen, ging es für 200 Staaten der Welt vor kurzem heiß her. In Polen fand vom 03. – 14. Dezember die UN-Klimakonferenz statt. Es wurden wichtige Entscheidungen zum Klimaschutz getroffen, die unsere Zukunft betreffen. Ja genau, du hast richtig gelesen! Auch wenn der Klimaschutz gerne der Politik überlassen wird, betrifft das Thema meine, deine und einfach die Zukunft von uns allen geht. Wieso? Weil der Klimaschutz die Klimaerwärmung verlangsamen soll, durch die es immer wärmer wird!

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was daran so schlecht wäre. Immerhin müsstet ihr dann zukünftig für Urlaubswetter nicht mehr weit weg fliegen und könntet das schöne Wetter noch weit über die Sommerferien hinaus zu hause genießen. Auch wenn sich die Freibad-Betreibenden an dieser Stelle sehr über ihr explodierendes Geschäft freuen werden, so sind die Folgen für uns alle doch viel ausschweifender. Durch die Klimaerwärmung schmilzt das Eis am Nord- und Südpol und der Meeresspiegel steigt an. Waldbrände in den USA, Überschwemmungen in Japan und die Dürre in Deutschland gehören unter anderem zu den Folgen der Klimaerwärmung. Umso mehr die Temperatur steigt, desto mehr sind Tiere, Pflanzen und Menschen bedroht, ja sogar ganze Staaten und Inseln. Die Niederlande zum Beispiel liegt so tief, dass sie bei ansteigendem Meeresspiegel irgendwann einfach weg wäre.

Da hat auch der Eisbär nichts mehr zu Lachen, denn auch für ihn wird das Leben härter.

Warum gibt es den Klimawandel überhaupt?

Den Klimawandel gibt es schon länger als meine Oma und er war bisher immer Best Friends mit der Natur, denn diese passte sich an die wechselnden Temperaturen in unseren Jahreszeiten an. Das All ist groß und wenn die Sonne gerade nicht per Zufall auf unserer Seite liegt ist es auch kalt. So besitzt unsere Erde einen Schutzschild, auch Atmosphäre genannt und wenn die Sonne da ist, werden einige der warmen Sonnenstrahlen aufgenommen, jedoch keine mehr rausgelassen. Die Schutzschild besteht aus Treibhausgasen, wie z.B. Wasserdampf oder Kohlendioxid (CO2), die wir auch selber produzieren. Das Ganze wird dann Treibhauseffekt genannt, auch ein natürlicher Vorgang ohne den – wie ihr es schon ahnen werdet – die Erde ganz schön kalt wäre.

Nun sind wir im Alltag leider Meister darin, große Mengen an Treibhausgasen bzw. CO2 zu produzieren. Ob wir uns nun morgens mit Haarspray stylen, von den Eltern mit dem Auto irgendwo hin gefahren werden oder am Mittagstisch ein Stück Fleisch genießen., das alles setzt sich in der Atmosphäre ab. In Maßen wäre das für die Natur,ja noch ok, aber wir betreiben es im großen Stil, sodass immer mehr Sonnenstrahlen gespeichert werden. Es wird  also immer wärmer und die durchschnittliche Temperatur steigt immer mehr an.

Die Politik und ihre Klimakonferenz

Für Deutschland ging unsere Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD zur Klimakonferenz. Zum einen gehörte ein Regelbuch zu den diesjährigen Zielen. Alle Staaten sollen ihre individuellen Klimaschutzpläne offenlegen, damit keiner mogelt. Zum anderen ist es leider so, dass in vielen ärmeren Ländern noch nicht so viele Menschen über den Klimaschutz nachdenken, diese aber von den Folgen oft noch mehr betroffen sind. Somit wird ausgehandelt, mit wieviel Geld diese Länder unterstützt werden sollen.

Der Deal einer älteren Konferenz in Paris im Jahr 2015 wurde weitergeführt. Demnach soll die Durchschnittstemperatur um nicht mehr als zwei Grad ansteigen – besser noch 1,5 Grad. Damit Ihr  eine Vorstellung davon habt, was das bedeutet: In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur um 0,8 Grad gestiegen,  bis 2100 wird ein Anstieg von 6,5 Grad erwartet, wenn wir so weitermachen. Allein bei zwei Grad verschlimmern sich die oben genannten Folgen immens.

Was wir tun können

Ganz können wir den Klimawandel nicht aufhalten, doch wir können ihn verringern. Und dabei sind wir ALLE gefragt! Du kannst z.B. helfen, indem du Waren mit wenig oder gar keinem Verpackungsmaterial einkaufst, um den produzierten Müll möglichst klein zu halten. Trenne deinen Müll immer sorgfältig und achte mal darauf, wie viel Plastikmüll Du nach einer Woche zu hause gesammelt hast und versuche in der nächsten Woche weniger zu haben. Vielleicht macht deine Familie ja auch mit, das wäre doch prima!
Was sieht besser aus, kostet Dich  nur einmal Geld und ist damit eine bessere Alternative als Plastiktüten? Genau, Jutebeutel! Nur vergessen sollte man sie nicht! Bevorzuge Lebensmittel die aus Deutschland kommen oder besser noch: aus deiner direkten Umgebung, damit sie nicht umweltschädlich hertransportiert werden müssen. Woher Lebensmittel kommen, kann man am Etikett sehen. Einwegplastik wie Strohhalme und Co. sollen zwar bald verboten werden, aber Plastikflaschen für Getränke nicht. Trotzdem sind sie nicht gut für Umwelt und deine Gesundheit. Du könntest Dir eine coole Getränkeflasche kaufen, die man immer wieder benutzen kann, für zu hause und unterwegs. Diese könntest du dann z.B. immer wieder mit Leitungswasser auffüllen und das fast überall in Deutschland. Achja und diese Variante gibt es auch als Becher, denn auch To-Go Becher sind Out. Energie sparen dagegen ist In. Wenn man intelligent heizt und lüftet und auch Computer, Fernseher und Co. ausschaltet wenn man sie nicht benutzt, spart man Energie, die weniger produziert werden muss.
Und nun zum Schluss noch mein Geheimtipp: Total im kommen sind Klamottenflohmärkte und Kleidertauschpartys. Hier kann man Sachen die man nicht mehr trägt loswerden und coolen neuen Kram für kleines Geld oder sogar umsonst bekommen – also von wegen 2nd Hand wäre alt und abgenutzt. Das kann man übrigens auch mit Büchern, Filmen und Co. machen. Es muss nichts weggeschmissen oder neu produziert werden und Du bezahlst noch viel weniger dafür, cooler Deal! Und diese Liste kann noch beliebig weitergeführt werden … .

Natürlich solltest du dir zunächst kleine Ziele setzen, nicht alles auf einmal, sondern Stück für Stück. Die 15-jährige Greta Thunberg aus Schweden z.B. ist mit guten Beispiel vorangegangen und hat sich für den Klimaschutz eingesetzt, indem sie regelmäßig vor dem Parlamentsgebäude, wo die Politiker arbeiten, demonstrierte. Prompt wurde sie auf die Klimakonferenz eingeladen, um dort eine Rede zu halten und ihre Meinung zu äußern und dass hat sie dann auch knallhart gemacht. Ihre beeindruckende Rede findet ihr hier:


Stell dir nun  vor, du engagierst dich und plötzlich tun das die anderen der 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt auch, dann hätten wir den Klimaschutz in der Tasche und können uns auf andere Dinge konzentrieren, wie z.B. einem heißen Kakao an diesen schönen KALTEN Wintertagen.


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