Und was macht ihr so an Silvester?

In Beiträge, Berichte & Reportagen, Magazin by KubüLeave a Comment

Nun, wo wir alle die Weihnachtsfeiertage gut überstanden haben, steht auch schon Silvester vor der Tür. Und wie soll es auch anders sein, kommt er auch dieses Jahr wieder ganz plötzlich. Also trommeln wir alle unsere daheim-gebliebenen FreundInnen zusammen, eilen in die Supermärkte um noch Restfeuerwerk zu ergattern und achja, bloß das Raclette oder Fondue-Gerät nicht vergessen! Dann wartet man zusammen auf Mitternacht, isst gegartes Fleisch oder Allerlei mit Käse überbackenes und vertreibt sich die Zeit mit quatschen und verschiedenen Spielen. Manche lassen sich das bevorstehende Jahr durchs Bleigießen deuten, wobei nicht selten die komischsten Gestalten entstehen, die alles oder nichts sein könnten. Manchmal gibt es Tischböller und Figuren von Schornsteinfegern oder Schweinen auf den Tischen. Zu guter Letzt läuft wie immer “Dinner for One” im Fernsehen und dann ist es auch schon fast so weit, es geht raus mit allem was knallt oder leuchtet und um Punkt zwölf wünscht man jedem ein frohes neues Jahr und dann kracht und fiept es überall für die nächste Stunde.

Etwas frische Luft gefällig?

Andere Länder, andere Sitten und das auch an Silvester, denn viele Länder auf der Welt feiern den Übergang ins nächste Jahr mit anderen Traditionen.

Festschmaus: Während bei uns Raclette und Fondue die beliebtesten Silvestergerichte sind, isst man in Brasilien und Italien Linsen, eine reichhaltige Mahlzeit, die Wohlstand und Reichtum verkörpert.

Altes und Schlechtes im letzten Jahr lassen: In Japan werden in buddhistischen Klöstern fleißig die Glocken geläutet um schlechte Eigenschaften und Ansichten nicht mit ins neue Jahr zu nehmen, in Mexico fegt man um Mitternacht das Haus und in China pflegt man die Tradition, laute Knaller zu zünden um alles Schlechte und böse Geister zu vertreiben.

Gutes herbei rufen: In Spanien wird bis um Mitternacht zu jeder vollen Stunde eine Traube gegessen. In China werden die Türen rot angestrichen und zusammen mit den Fenstern weit geöffnet und in Dänemark spring man um Punkt 12 Uhr vom Stuhl. In Brasilien geht man um Mitternacht ins Meer und springt über sieben Wellen. All diese Traditionen, für Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr.

Liebe fürs neue Jahr: Die AmerikanerInnen schwören auf den Kuss um Mitternacht und hegen den Aberglauben, man bleibe im neuen Jahr alleine wenn man niemanden küsst. In Dänemark geht man grober vor und zerschmettert das zuvor benutzte Geschirr an den Türen der Liebsten. Ganz anders manche Länder Südamerikas: hier wird rote Unterwäsche zum Jahreswechsel angezogen für mehr Chancen in der Liebe.

Wenn Euch also mal der Sinn nach etwas anderem an Silvester stehen sollte, warum die eigenen Traditionen und “The same procedure as every year…” nicht mal ein wenig auflockern und etwas Neues ausprobieren? Anstatt einer Liste guter Vorsätze einfach mal Kracher zünden und Schlechtes verbannen. Achja, und der Gastgeber freut sich bestimmt auch, wenn ihr den ganzen alten Dreck … äh die schlechten Energien aus dem Haus fegt und wenn das alles nicht klappt, dann halt der Stuhl! Letztendlich ist Silvester nur einmal im Jahr, also macht was draus und feiert schön! Guten Rutsch und bis nächstes Jahr!

 

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